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Wraps…
der gesunde Trend hat sich auch in den Kühlregalen von Supermärkten und Discountern durchgesetzt. Wraps to go – was ist drin, was ist dran?

Fertig-Wraps aus der Tüte sind zwar praktisch, haben es aber leider auch in sich. In manchen Produkten stecken bis zu acht verschiedene Zusatzstoffe: Emulgatoren, Stabilisatoren, Aroma- und Konservierungsstoffe. Der breite Einsatz dieser Substanzen in Fertigprodukten ist umstritten, denn sie sollen der Gesundheit schaden.

Ein Wrap ist ein dünnes, fast fettfrei gebackenes, weiches Fladenbrot, das vorzugsweise aus Weizen- oder Vollkornmehl hergestellt wird und das man als Fertigprodukt in Supermärkten, Discountern, Reformhäusern und Biomärkten bekommt. Wraps sind die amerikanische Weiterentwicklung der ursprünglich aus Mexiko kommenden Tortilla. Tortillas bestehen vorwiegend aus Maismehl, sind dicker, haben eine ledrige Konsistenz und schmecken intensiv nach Mais. Der europäische Geschmack ist milder, daher ist hier die Weizentortilla beliebter. Während die Tortillas in Mexiko anstelle von Brot trocken zu den Mahlzeiten verzehrt werden, verrät das englische Verb „to wrap“ (= einwickeln) bereits, dass Wraps zunächst gefüllt, aufgewickelt und erst dann gegessen werden.

Die Füllungen variieren von mexikanisch über exotisch, asiatisch, vegetarisch bis süß. Mittlerweile hat der Wrap seinen Siegeszug durch ganz Europa angetreten. Ausnahmen sind Länder wie Italien, Kroatien oder Jugoslawien. Die größten Wrap-Esser sind die Skandinavier, gefolgt von den Belgiern, Norwegern, Engländern und Spaniern.

Wie belegt man einen Wrap?

Die Basis ist ein frischer Salat

  • Eisbergsalat – erfrischend
  • Romana/Salatherzen – mild und frisch
  • Rucola – würzig mit nussiger Note
  • Babyspinat – besonders zart und mild
  • Radicchio – ein lila Farbtupfer mit bitterer Note
  • Chicorée – mild, mit zarter Bitternote

Knackiges Gemüse

  • Tomaten – fruchtiger Geschmack
  • Paprika – etwas Süße und bunte Farbtupfer
  • Radieschen – etwas Würze und frische Schärfe
  • Mais – süße Note
  • Karotten – süß und knackig
  • Gurke – frisch und saftig

Die Haupteinlage

  • Schinken – vom Schwein oder der Pute
  • Paniertes/gebratenes Hähnchen – zart und saftig
  • Thunfisch – herzhaft, pur oder als cremiger Salat
  • Lachs – als gebratenes Filet oder salziger Räucherlachs
  • Paniertes/gegrilltes Gemüse – vegetarisch
  • Falafel – aus Kichererbsen und Gemüse, vegetarisch
  • Caprese – mit Tomate, Mozzarella und Basilikum
  • Tofu – mariniert und gebraten

Die Sauce

  • Joghurtdressing – aus Joghurt, Öl und Kräutern
  • Caesar-Dressing– aus würzigem Dijonsenf und Worcestershire Sauce
  • Cocktailsauce– aus süßlicher Mayonnaise, Ketchup und scharfer Sriracha
  • Honig-Senf-Sauce – Honig, Senf und Joghurt
  • Hummus – aus Kichererbsen, Öl und verschiedenen Gewürzen und Kräutern
  • Guacamole – aus Avocado, Limette und Koriander
  • Mayonnaise– aus Eiern, Öl und Zitrone
  • Pesto – aus Kräutern, Parmesan und Olivenöl

Wie rollt man einen Wrap?

Das Essen der praktischen Rollen macht nur Spaß, wenn sie nicht schon beim Hochheben auseinanderfallen oder man sich beim ersten Bissen bekleckert, weil unten alles heraustropft. Hierfür gibt es verschiedene Varianten, die Wraps perfekt zu rollen:

Bei der offenen Rolle wird der Tortilla von einem Rand aus bis zu dreiviertel mit Füllung mittig belegt. Danach wird der nicht belegte Teil ein Stückchen eingeklappt. Anschließend werden die Seidenränder eng übereinandergelegt.

Bei der geschlossenen Rolle wird die Füllung nur in der Mitte verteilt, die Ränder bleiben frei. Danach wird eine lange Seite über die Füllung geklappt und diese mit den Fingern festgedrückt. Die beiden kurzen Seiten werden ebenfalls eingeschlagen und zur langen Seite hin aufgerollt.

Damit der Tortilla-Fladen nicht austrocknet und einreißt, sollte er zunächst mit etwas Wasser angefeuchtet und erst danach erwärmt werden. Das geht entweder in der Mikrowelle, dem Backofen oder in der Pfanne. Danach wird der Wrap gefüllt. Nicht zu viel Füllung verwenden, da diese sonst beim Aufwickeln herausquillt.

Unser Tipp: Legen sie das Salatblatt als erstes auf den Fladen und bestreichen sie es dünn mit Soße und Hauptfüllung, dadurch weicht die Tortilla nicht so schnell durch!

Rollmethoden für Tortillas als Fingerfood oder Partysnack

Feste Rolle: Sie eignet sich besonders für cremige Füllungen. Diese sollte gleichmäßig dünn auf der Tortilla verteilt werden. Auch hier muss an den Rändern ausreichend Platz gelassen werden. Den Wrap von unten nach oben zu einer festen Rolle aufrollen und in mehrere Teile schneiden. Zur besseren Fixierung oder zum Servieren als Fingerfood können die einzelnen Röllchen mit einem Spieß oder Zahnstocher fixiert werden.

Hörnchen: Dafür muss ein großer Wrap horizontal und vertikal in vier gleich große Teile geschnitten werden. Die Füllung wird gleichmäßig auf jedes Viertel verteilt. Dann muss jeweils die eine Ecke zur anderen gefaltet werden, so dass auf diese Weise ein Hörnchen entsteht. Ein Wrap ergibt vier Hörnchen.